Halsband.

Angeregt durch diesen Post: https://training-of-o.de/blog/2019/07/31/das-halsband/

Da habe ich nun also diesen Mann. Und wir unterhielten uns. Ich traf dann folgende Aussage: „Ich habe einige Fantasien mit Halsband und Leine, z. B. in einem entsprechenden Club oder Pornokino so vorgeführt zu werden. Aber auch, es zu Hause zu tragen und so eine schnelle Möglichkeit zu geben, mich zum Gehorchen zu bringen… oder daran zu ziehen, während du mich nimmst.“ Letzteres hat auch damit zu tun, dass ich Atemkontrolle mag, was eine der wenigen Erfahrungen ist, die ich in diesem Bereich auch schon privat gemacht habe.

Es war der Chat, in dem wir auch über harte Tabus sprachen und feststellten: Meine Tabus mag er alle nicht. Aber jetzt geht es um das Halsband.

Seine Reaktion war, dass er darauf steht, mir sein Halsband anzulegen. „Wobei ich es mag, wenn es permanent getragen wird. Auch auf der Arbeit. Darf dann auch gerne etwas sein, was dafür geeignet ist. Einfach ein wenig als Zeichen der Zugehörigkeit zu mir. Und ja, auch um zu dirigieren. Vorführen müsste ich schauen. Hat ’nen gewissen Reiz, aber noch nie probiert.“

Permanent also. Nun hatte ich ja noch nie einen festen Herrn. Aber es gab eine Phase, in der ich permanent mit Halsband unterwegs war. Einem aus dem Tierladen, mit großen Stacheln. Das kam zu Lederjacke, roten Lippen, viel Eyeliner und hellem Make-Up. Hatte also eher modische Gründe.

Dieser Satz mit der Zugehörigkeit jedoch hat es mir angetan. Ich habe gesagt, dass es gerne auch auffällig sein kann, aber ohne Stacheln sein sollte, da ich ein echter Tollpatsch bin. Er sagte, Lederband, gerne mit Ring. Und das man dann gemeinsam schaut. Aber er schien sich über meine Offenheit zu freuen. Was wiederum mich freute.

Ich frage mich, ob er die Bedeutung des Rings kennt und mehr Erfahrung hat, als ich zunächst annehme anhand seiner Aussagen. Aber abgesehen von der Bedeutung als Ring der O ist ein Ring für meine Leinenfantasien und auch zum Befestigen von einer Kette zu den Handschellen einfach mal praktisch.

Daher: „Ring ist in Ordnung. Ich schicke dir gleich mal Bilder. Ich glaube, das ist in dem Bereich einfacher, als wenn ich versuche, zu umschreiben. Ich kann das nicht nur akzeptieren… der Gedanke geht mir direkt unter die Haut, ein öffentliches Zeichen zu haben.“ Ich schrieb noch etwas mehr, aber im Wesentlichen ging meine Aussage dann dahin, dass ich den Ring auf der Arbeit – oder, wie ich so im Stillen dachte, Situationen in denen ich nicht von Leuten als Freiwild gesehen werden möchte – nach hinten drehe. Ich habe lange Haare. Und so ist es dann für die Öffentlichkeit vielleicht manchmal einfach „nur“ ein Halsband.

Was mir so unter die Haut ging, war, dass wir uns zwar sehr viel ausgetauscht haben, aber dieser Mann mich real noch nicht kannte. Trotzdem war er bereit, jetzt schon permanent auszudrücken zu wollen, dass ich zu ihm gehöre, wenn das Treffen passt. Ich bin nicht unbedingt selbstbewusst, was meine Optik angeht, mir ist bewusst, dass ich nicht das bin, was man als „stabil“ bezeichnet und das jemand ausgerechnet _mich_ so schnell will, hat mich beeindruckt. Ficken wollen Kerle schnell, öffentlich Zugehörigkeit zeigen dann doch eher weniger.

In einer Woche werden wir uns sehen. Und dann entscheidet sich, ob ich dieses Zeichen wirklich bekommen werde. Dieses wunderbare Zeichen von Zusammensein. Dafür, dass ich mich hingebe, voll und ganz, im teilweise abgesteckten Rahmen. Aber eben auch dafür, dass er sich Zeit für mich nimmt, sich für mich in gewisser Weise verantwortlich fühlt und mich eben so wertschätzt, dass jeder sehen soll, dass ich „seins“ bin. Bei dem Gedanken wird dann eben nicht nur mein Höschen feucht, sondern auch und vor allem: mein Herz.

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